Elternpraktikum
In diesem Schuljahr nahmen die Klassen 10a von Frau Kühn und 9a von Frau Valdor an einem „Elternpraktikum“ teil. In Zusammenarbeit mit Frau Acosta von pro familia und finanziell unterstützt von der Stiftung Leuchtfeuer und der Kempgen Stiftung, konnten Schülerinnen dieser Klassen freiwillig für 4 Tage „Mutter auf Probe“ sein.
Montags stand auf dem Programm sich zuerst einmal Gedanken über Sexualität, Verhütung und Schwangerschaft zu machen. Danach bekam jede „Mutter“ ihr „Baby“, das in Wirklichkeit natürlich ein Babycomputer ist, der sich nur wie ein Baby verhält, d.h. er schreit, wenn er hungrig ist, wenn die Windeln voll sind, oder er sich nicht wohl fühlt. Die Babys wurden gewogen, gemessen und bekamen von ihren „Müttern“ einen Namen. Nach einer Anleitung, wie man richtig mit einem Baby umgeht, ging es zum ersten Mal alleine mit den Babys nach Hause.
Die Babys verhielten sich wie richtige Babys und wollten was zu Essen oder neue Windeln egal wo man sich gerade befand. Das war ungewohnt, anstrengend und Nerven aufreibend. Besonders anstrengend waren die Nächte, denn auch da hat ein Baby Hunger und volle Windeln. Die Mütter waren am nächsten Morgen ganz schön müde.
Trotzdem ging es gleich von der Schule aus zum Mutter-Kind-Heim Haus Adelheid, wo die Schüler und Schülerinnen etwas darüber erfuhren, wer, warum und wie man dort lebt und wohnt und welche Hilfen und Unterstützung man hier finden kann.
Die Babys waren immer dabei, auch in der Freizeit nach der Schule mussten sie gut versorgt werden. Und Sorgen machten sie auch. Zwei Mütter mussten mit ihren Kindern zu Frau Acosta fahren und sie untersuchen lassen, weil sie „krank“ geworden waren. Als unerfahrene Mutter macht man beim Tragen und Füttern eben noch viele Fehler.
Am dritten Tag ging es ins Kölner Geburtshaus. Dort erfuhren die Schüler und Schülerinnen viel über Schwangerschaft und Geburt und über die Versorgung und Betreuung durch Hebammen im Geburtshaus. Das war sehr interessant und nahm auch mancher die Angst vor der Geburt.
Nach der dritten Nacht waren alle Mütter ziemlich fertig mit den Nerven und froh, als es zu pro familia ging und die Babys wieder abgegeben werden konnten. Die Gefühle dabei waren aber nicht nur Erleichterung. Der Abschied von den Babys fiel auch schwer.
Am letzen Tag, endlich wieder ausgeschlafen, kam Frau Acosta dann noch einmal zu einem Auswertungsgespräch vorbei. Alle Mütter erhielten eine Rückmeldung über ihr Verhalten als Mutter und bekamen viel Lob, eine Abschiedserinnerung und noch einige gute Tipps mit auf den Weg. Die Erfahrung aller Beteiligten war zum Schluss: Lieber noch mit einem richtigen Kind warten. Erst richtig erwachsen werden, das Leben als Jugendliche noch genießen, eine richtige Arbeit haben und einen Mann, der die Verantwortung mit einem teilt.
Also lieber erst später!
Kommende Termine:
- 22.05.2012 10.Sponsorenlauf
- 05.06.2012 Zeugniskonferenzen- unterrichtsfrei






