Familienklassen in der Unterstufe ab Schuljahr 2011/2012
1. Was sind „Familienklassen“?
In Familienklassen werden Kinder aus den Klassen 1 bis 4 gemeinsam unterrichtet. Es sind also „altersgemischte“ Klassen. Bei uns wird es im Schuljahr 2011/12 drei Familienklassen geben:
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die U1 (Lehrerin: Frau Hagedorn),
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die U2 (Lehrerin: Frau Samuray)
- die U3 (Lehrerin: Frau Wirths).
Derzeit werden jeweils 10 Kinder eine Familienklasse besuchen.
2. Wie wird das Lernen gestaltet?
Um die individuelle Förderung in den verschiedenen Lernbereichen für jedes Kind möglichst optimal zu gestalten, bieten wir eine „äußere Differenzierung“ an. Das heißt es gibt vier verschiedene Lerngruppen in den Kernfächern Mathematik und Deutsch.
- Lerngruppe 1 = Stand der Klasse 1 (Frau Potthast)
- Lerngruppe 2 = Stand der Klasse 2 (Frau Hagedorn)
- Lerngruppe 3 = Stand der Klasse 3 (Frau Samuray)
- Lerngruppe 4 = Stand der Klasse 4 (Frau Wirths)
Die Kinder werden also ihrem Leistungsstand entsprechend (nicht mehr nach ihrer Klassenzugehörigkeit!) dem Deutsch- und Mathematikunterricht zugeordnet und ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert.
Die äußere Differenzierung findet an 4 Tagen in der Woche statt, der 5. Tag bleibt gemeinsamer Sporttag!
Die anderen Unterrichtsfächer – wie Sachunterricht, Kunst, Musik, Praktische Philosophie usw. - finden in der jeweiligen Familienklasse statt. Hier profitieren die Kinder durch die Altersmischung voneinander und können ihre sozialen Fähigkeiten entwickeln. Erstklässler lernen zum Beispiel von den Großen in der Klasse, wie Schule funktioniert. Viertklässler festigen ihr Wissen zum Beispiel dadurch, dass sie es an Kleinere weitergeben und helfen können.
3. Warum „Familienklassen?“
Schule verändert sich – und zur Zeit durch die bildungspolitischen Diskussionen und Entscheidungen in vielfacher Weise. Wir beobachten schon seit Jahren, dass immer weniger Kinder direkt in die Klasse 1 der Förderschule Lernen eingeschult werden. So hatten wir bereits im vergangenen Schuljahr erstmalig eine kombinierte große Klasse 1-2.
Weiterhin kommen immer mehr Schülerinnen und Schüler im laufenden Schuljahr zu uns. Daraus ergibt sich die Schwierigkeit, sie der richtigen Altersklasse zuzuordnen und gleichzeitig die Klassengröße nicht zu sehr zu steigern.
Deshalb „Familienklassen“ an der Kolkrabenschule:
Wir müssen uns den veränderten Bedingungen stellen und unser pädagogisches Konzept anpassen. Mit der Einrichtung der Familienklassen erlangen wir eine größere Flexibilität und können in Kombination mit den verschiedenen Lerngruppen jedes Kind individuell fordern und fördern. Die Größe der Unterstufenklassen kann bei Neuzugängen während des Schuljahres so gleichmäßig wachsen.
4. Bisherige Erfahrungen mit der Altersmischung
Die Unterstufe der Kolkrabenschule bemüht sich schon lange um das „gemeinsame Lernen“ aller Kinder in verschiedenen Zusammenhängen. Die Erfahrungen des vergangenen Schuljahres zeigen, dass die Kinder gut mit dem Wechsel in verschiedene Lerngruppen bei jeweils anderen Lehrerinnen zu Recht kommen. Die Differenzierung in den Kernfächern hilft individueller und zielgenauer zu fördern. Der Blick auf jedes einzelne Kind weitet sich, da mehrere Lehrerinnen mit dem Kind arbeiten. Die Kinder lernen viel voneinander und können ihre sozialen Fähigkeiten üben und ausbauen.
5. Fazit
Nachdem die Eltern auf einem speziellen Info-Abend über die Veränderungen in der Unterstufe in Kenntnis gesetzt und auch die Schulkonferenz das Okay gegeben hat, freuen wir uns auf die Arbeit mit den Kindern und sind hoffnungsvoll, dass sie so im Sinne der Schülerinnen und Schüler gelingen kann!
Das Unterstufenteam
Kommende Termine:
- 22.05.2012 10.Sponsorenlauf
- 05.06.2012 Zeugniskonferenzen- unterrichtsfrei






